Mit unserem Hilfsprojekt für die Ukraine haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: Bereits über 1.000 warme Mahlzeiten wurden im Rahmen unserer Social Kitchen in Odesa ausgegeben. Dieses Projekt zeigt, wie direkte Ukraine Hilfe und humanitäre Hilfe in der Ukraine Senior*innen nicht nur versorgt, sondern auch Hoffnung und Gemeinschaft schenkt.
Mehr als nur Essen: Ein Ort für Wärme, Begegnung und Unterstützung in der Ukraine
Unter dem Motto „Mittagessen, das das Herz erwärmt“ ist die Social Kitchen in Odesa vor wenigen Monaten in die Testphase gestartet, um ganz konkret in der Ukraine vor Ort zu helfen – und hat seitdem bereits über 1.000 Mahlzeiten an Senior*innen mit besonders geringem Einkommen ausgegeben.
Das Projekt wird gemeinsam mit unseren Partnern von Plich-o-plich („Schulter an Schulter“) und Karsten Fuhrken umgesetzt. Ziel ist es, besonders vulnerable Menschen in der Ukraine regelmäßig mit warmem Essen zu versorgen – und ihnen gleichzeitig ein Stück Menschlichkeit und Nähe zurückzugeben.
Die ukrainische Zivilbevölkerung leidet auch 2026 weiterhin stark unter den Folgen des Krieges. Besonders ältere Menschen sind oft auf sich allein gestellt. Viele können oder wollen ihre Heimat nicht verlassen und bleiben trotz der Gefahr vor Ort. Gerade sie sind auf humanitäre Hilfe in der Ukraine angewiesen – auf Unterstützung, die über das bloße Überleben hinausgeht.
In der Social Kitchen geht es mit ihrer Arbeit deshalb um mehr als nur Nahrungsversorgung. Jedes Mittagessen besteht aus einem liebevoll zusammengestellten Menü, das beispielsweise Suppe, ein Hauptgericht, Kuchen und ein Getränk umfasst. Diese Mahlzeiten sind ein Zeichen von Fürsorge – und ein Moment der Normalität in einem Alltag, der oft von Unsicherheit geprägt ist.
Doch die eigentliche Bedeutung dieses Projekts zeigt sich in den Begegnungen: in Gesprächen, im gemeinsamen Lachen und in der einfachen Geste, an eine Tür zu klopfen und zu fragen: „Wie geht es Ihnen heute?“
Hinter jeder ausgegebenen Mahlzeit steht ein persönliches Schicksal im Krieg. Viele der Menschen, die wir erreichen, sind hochbetagt und leben völlig allein – ohne Familie, ohne Unterstützung, oft ohne die Möglichkeit, ihre Wohnung noch eigenständig zu verlassen. Der soziale Kontakt in ihrem Leben beschränkt sich für einige auf wenige Minuten am Tag, wenn jemand an ihre Tür klopft. Hinzu kommt, dass zahlreiche Senior*innen aus dem Osten des Landes fliehen mussten und alles verloren haben, was sie sich über Jahrzehnte aufgebaut hatten. Die Erlebnisse von Krieg, Vertreibung und Verlust wirken bis heute nach. Viele sind schwer traumatisiert – und gerade deshalb sind die Besuche, Gespräche und die persönliche Zuwendung ein ebenso wichtiger Teil der Hilfe wie die Mahlzeiten selbst.
Die Bilder aus Odesa sprechen für sich: Karsten Fuhrken und Oleg Mikhailik von Plich-o-plich haben gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfer*innen die Mahlzeiten persönlich verteilt. Dabei wurde deutlich, wie groß die Dankbarkeit der Menschen ist – und wie wichtig diese Form der Ukraine Hilfe für das soziale Miteinander ist.
Ein Hilfsprojekt mit Zukunft – und eure Ukraine Unterstützung macht es möglich
Die Social Kitchen ist zunächst auf sechs Monate angelegt. In dieser Zeit übernimmt Project NADIYA die Personalkosten und finanziert zusätzlich die Miete des Community Centers in Odesa, in dem die Mahlzeiten zubereitet werden.
Im Januar 2026 konnten sich unsere beiden Vorsitzenden vor Ort in Odesa selbst ein Bild von der Social Kitchen machen. Die Eindrücke haben sie tief berührt: die persönlichen Geschichten der Menschen, ihre Dankbarkeit – und die unmittelbare Wirkung des Projekts im Alltag. Für viele der Seniorinnen ist das Mittagessen nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern oft die einzige in der Woche. Gleichzeitig schafft das Projekt auch Perspektiven für diejenigen, die es umsetzen: Aktuell sind vier Binnengeflüchtete fest angestellt, die zuvor bereits ehrenamtlich unterstützt haben. Gerade für Binnengeflüchtete ist es in Odesa äußerst schwierig, Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Die Social Kitchen verbindet damit humanitäre Hilfe mit nachhaltiger Unterstützung – sowohl für die Empfängerinnen als auch für die Menschen, die das Projekt tragen.
Der Bedarf ist groß – und das Hilfsprojekt hat das Potenzial, langfristig einen wichtigen Beitrag zur Versorgung und Unterstützung älterer Menschen zu leisten.
Damit das möglich wird, sind wir weiterhin auf Unterstützung und Ukraine Spenden angewiesen.
Ein großer Dank gilt unseren Partnern von Plich-o-plich sowie Karsten Fuhrken, die dieses Projekt mit ihrer Arbeit und großem Engagement vor Ort umsetzen. Ebenso danken wir allen Spender*innen und Unterstützer*innen, die diese Hilfe überhaupt erst möglich machen.
Dieses Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, wie Hilfsprojekte und Spenden in der Ukraine im Jahr 2026 konkret wirken können: direkt, nachhaltig und nah an den Menschen.
